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Google-Unternehmensprofil für Praxen: So werden Sie in Google Maps gefunden

Wer einen Heilpraktiker, Osteopathen oder Therapeuten in der Nähe sucht, landet meist zuerst in Google Maps. Welche Praxis dort auftaucht und wie sie wirkt, hängt stark vom Google-Unternehmensprofil ab. Das Gute: Sie können es kostenlos selbst einrichten. Hier ist die Anleitung, Schritt für Schritt.

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Von Frank Steinfurt, Gründer von KI an Bord, Hamburg

Auf einen Blick

  • Das Profil selbst ist kostenlos.
  • Die Hauptkategorie gehört zu den wichtigsten Einstellungen.
  • Bewertungen freundlich erbitten, nie kaufen.
  • Einen bestimmten Platz in Google Maps kann niemand garantieren.

1. Profil beanspruchen oder neu erstellen

Suchen Sie zuerst in Google Maps nach Ihrer Praxis. Oft gibt es schon einen Eintrag, den Google selbst angelegt hat oder den ein Vorgänger in den Räumen hinterlassen hat. Dann beanspruchen Sie ihn über „Inhaber dieses Unternehmens?“. Gibt es noch keinen Eintrag, legen Sie über Google Unternehmensprofil einen neuen an. Sie brauchen dafür ein Google-Konto, am besten eines, das zur Praxis gehört und nicht zu einer Agentur.

2. Die Bestätigung

Bevor Ihr Profil öffentlich sichtbar wird, will Google prüfen, dass es Ihre Praxis wirklich gibt. Je nach Fall bietet Google dafür unterschiedliche Wege an, etwa eine kurze Videoaufnahme, einen Anruf, eine E-Mail oder eine Postkarte. Welche Möglichkeiten Sie bekommen, entscheidet Google. Planen Sie etwas Geduld ein, die Prüfung kann einige Tage dauern.

3. Die richtige Hauptkategorie

Die Hauptkategorie gehört zu den wichtigsten Einstellungen. Die Kategorie sagt Google, bei welchen Suchen Ihre Praxis überhaupt infrage kommt. Wählen Sie die Kategorie, die Ihre Tätigkeit am genauesten beschreibt, zum Beispiel „Heilpraktiker“, „Osteopath“ oder „Physiotherapeut“, sofern Google sie anbietet. Zusätzliche Kategorien können Sie ergänzen, aber nur, wenn sie wirklich zutreffen. Viele unpassende Kategorien helfen nicht, sie verwässern Ihr Profil.

4. Leistungen und Öffnungszeiten

Tragen Sie Ihre Leistungen einzeln ein, mit einer kurzen, sachlichen Beschreibung. So verstehen Patienten schnell, was Sie anbieten. Pflegen Sie Ihre Öffnungszeiten sorgfältig und tragen Sie Urlaub oder Feiertage als Sonderöffnungszeiten ein. Nichts ist ärgerlicher für Patienten als eine Praxis, die laut Google geöffnet hat und dann verschlossen ist.

5. Echte Fotos

Laden Sie echte Bilder hoch: den Eingang, damit Patienten Sie finden, den Behandlungsraum, das Wartezimmer und ein freundliches Foto von Ihnen. Stockfotos wirken austauschbar. Achten Sie darauf, dass keine Patienten erkennbar sind, außer sie haben ausdrücklich zugestimmt.

6. Eine Beschreibung ohne Heilversprechen

In der Unternehmensbeschreibung stellen Sie Ihre Praxis in wenigen Sätzen vor: wer Sie sind, wie Sie arbeiten, für wen Ihre Praxis da ist. Auch hier gilt das Heilmittelwerbegesetz. Formulierungen, die einen sicheren Behandlungserfolg versprechen oder Wirkungen behaupten, die nicht belegt sind, gehören nicht hinein. Sachlich und persönlich funktioniert besser.

Profil und Website aus einer Hand

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In unserem Websitepaket richten wir Ihr Google-Unternehmensprofil ein oder überarbeiten es: Fotos, Leistungen, Öffnungszeiten und die Verknüpfung mit Ihrer neuen Website. Zum Festpreis, ohne Aufpreis für das Profil.

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7. Bewertungen fair erbitten

Bewertungen helfen neuen Patienten bei der Entscheidung. Sie dürfen zufriedene Patienten freundlich darum bitten, etwa mit einem Link oder einem QR-Code am Empfang. Wichtig sind drei Regeln:

  1. Keine gekauften Bewertungen und keine Gegenleistung für eine Bewertung, also auch keinen Rabatt und kein kleines Geschenk. Google untersagt das in seinen Richtlinien.
  2. Keine Bewertungen von Ihnen selbst, Ihrer Familie oder Ihrem Team.
  3. Bei Antworten auf Bewertungen an die Verschwiegenheit denken: Bestätigen Sie nicht, dass jemand bei Ihnen in Behandlung war, und gehen Sie nicht auf Beschwerden oder Befunde ein. Ein kurzes, freundliches Dankeschön oder das Angebot eines persönlichen Gesprächs reicht.

Auch negative Bewertungen gehören dazu. Eine ruhige, sachliche Antwort wirkt auf Mitlesende oft besser als gar keine.

8. Beiträge nutzen

Über Beiträge können Sie kurze Neuigkeiten direkt im Profil zeigen, etwa neue Sprechzeiten, Urlaubsvertretungen, einen Vortrag oder eine neue Methode in Ihrer Praxis. Das hält Ihr Profil lebendig und zeigt Patienten, dass die Praxis aktiv ist. Einmal im Monat reicht völlig.

9. Website verknüpfen

Tragen Sie im Profil die Adresse Ihrer Website ein und gegebenenfalls den Link zur Online-Terminbuchung. Umgekehrt sollte Ihre Website dieselben Kontaktdaten zeigen und idealerweise eine Karte mit Ihrem Standort. So passen Profil und Website zusammen, und Patienten finden mit einem Klick mehr Informationen. Wenn Sie noch keine passende Website haben: Genau dafür gibt es unser Paket Praxis sichtbar.

10. Überall dieselben Daten

Name, Adresse und Telefonnummer Ihrer Praxis sollten überall gleich geschrieben sein: im Google-Profil, auf Ihrer Website und in Verzeichnissen wie Branchenbüchern oder Therapeutenportalen. Fachleute sprechen von NAP-Konsistenz, nach den englischen Wörtern für Name, Adresse und Telefon. Unterschiedliche Schreibweisen oder alte Adressen verunsichern Patienten und können Google die Zuordnung erschweren. Prüfen Sie deshalb alte Einträge und korrigieren Sie sie.

11. Google Search Console einrichten

Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug für Ihre Website. Sie sehen dort, bei welchen Suchbegriffen Ihre Seite erscheint, wie oft sie angeklickt wird und ob Google technische Probleme meldet. Für die Einrichtung müssen Sie nachweisen, dass Ihnen die Website gehört, zum Beispiel über einen Eintrag bei Ihrem Domainanbieter.

Was ein Profil nicht leisten kann

Ehrlich gesagt

Ein gutes Profil garantiert keinen bestimmten Platz in Google Maps. Wie Google die Einträge sortiert, hängt unter anderem davon ab, wo sich der Suchende befindet und wie gut Ihr Profil zur Suche passt.

Einfluss haben Sie vor allem auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktivität. Genau darauf lohnt es sich zu konzentrieren.

Was eine Praxis-Website kostet und was auf ihr stehen muss, lesen Sie im Ratgeber Website für Heilpraktiker.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Über den Autor

Frank Steinfurt

Gründer von KI an Bord und Geschäftsführer der Healio GmbH in Hamburg, zu der KI an Bord gehört. Er verbindet Websiteentwicklung mit Erfahrung aus der Gesundheits- und Versicherungsbranche.

Mehr über Frank Steinfurt

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein. Das Profil selbst ist kostenlos. Sie brauchen nur ein Google-Konto, am besten eines, das Ihrer Praxis gehört.

Warum wird meine Praxis in Google Maps nicht angezeigt?

Häufige Gründe sind ein noch nicht bestätigtes Profil, eine unpassende Hauptkategorie oder unvollständige Angaben. Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Profil bestätigt ist und die Kategorie Ihre Tätigkeit genau beschreibt. Einen bestimmten Platz in der Anzeige kann niemand garantieren.

Welche Hauptkategorie soll ich wählen?

Die Kategorie, die Ihre Tätigkeit am genauesten beschreibt, zum Beispiel Heilpraktiker, Osteopath oder Physiotherapeut, sofern Google sie anbietet. Zusätzliche Kategorien nur ergänzen, wenn sie wirklich zutreffen.

Darf ich Patienten um Bewertungen bitten?

Ja, freundlich und ohne Druck. Nicht erlaubt sind gekaufte Bewertungen und jede Gegenleistung für eine Bewertung, etwa ein Rabatt oder ein Geschenk. Google untersagt das in seinen Richtlinien.

Wie antworte ich auf Bewertungen, ohne die Verschwiegenheit zu verletzen?

Bestätigen Sie nicht, dass jemand bei Ihnen in Behandlung war, und gehen Sie nicht auf Beschwerden oder Befunde ein. Ein kurzes Dankeschön oder das Angebot eines persönlichen Gesprächs reicht völlig.

Was bedeutet NAP-Konsistenz?

NAP steht für Name, Adresse und Telefonnummer. Diese Angaben sollten im Google-Profil, auf Ihrer Website und in allen Verzeichnissen gleich geschrieben sein. Abweichungen verunsichern Patienten und können Google die Zuordnung erschweren.

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